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Jeder Haustierbesitzer, der schon einmal mit seinem Haustier verreist ist, weiß, wie stressig das sein kann. Oder man wird stattdessen von Schuldgefühlen geplagt, weil man sein Haustier zurückgelassen hat. Das muss aber nicht sein: Wenn ein Urlaub ansteht und Sie momentan vor diesem Dilemma stehen, wird Ihnen der heutige Artikel helfen.

Wann immer Haustierbesitzer unentschlossen sind, ob sie mit Haustieren verreisen sollten, stellen wir ihnen die folgenden Fragen:

  • Verreisen Sie zum ersten Mal mit Ihrem Haustier?
  • Handelt es sich dabei um ein älteres Haustier?
  • Ist Ihr Haustier schnell gestresst?
  • Hat Ihr Haustier eine Krankheit?

Je mehr Fragen Sie mit „Ja“ beantwortet haben, desto stärker würden wir Ihnen dazu raten, Ihr Haustier zuhause zu lassen. Und während Hunde was Umgebungswechsel angeht recht anpassungsfähig sein können, halten wir es bei den meisten Katzen für besser, wenn diese an Ort und Stelle bleiben. In solchen Fällen ist es am besten, wenn eine vertrauenswürdige Person (ein Verwandter oder ein Haustiersitter) sich um das Haustier kümmert.

Wenn es sich bei Ihrem Haustier allerdings um einen erfahrenen Reisenden handelt, der in guter Verfassung ist und Unternehmungen genießt, würden Sie das Vergnügen vermutlich gerne mit Ihrem Haustier teilen. Hier sind einige Tipps zur Vorbereitung.

Vor der Reise

Das erste, was Sie brauchen, ist eine passende Tragetasche (oder Kiste für größere Haustiere). Sobald Sie diese besorgt haben, platzieren Sie sie so weit im Voraus wie möglich zuhause auf dem Boden, damit sich Ihr Haustier daran gewöhnen kann. Wenn Sie Ihrem Haustier Snacks geben, wenn es sich darin befindet, schaffen Sie dadurch positive Assoziationen mit der Tragetasche.

Zweitens sollten Sie sicherstellen, dass Sie kontaktiert werden können, sollte Ihr Haustier aus seiner Tragetasche entwischen oder während der Reise verloren gehen. Daher sollte Ihr Haustier unbedingt über einen Mikrochip verfügen und idealerweise auch ein Halsband mit Anhänger tragen.

Das Gassigehen und Füttern einige Stunden vor dem Aufbruch trägt ebenfalls zu mehr Entspannung bei. Wir alle wissen, dass das Reisen mit vollem Magen keine gute Idee ist! Zu guter Letzt sollten Sie nicht vergessen, eine Grundausstattung an Futter (Sie können hierfür kleinere Packungen kaufen), Näpfe, Medikamente und etwas mit einem gewohnten Geruch mitzunehmen, wie beispielsweise eine Decke oder ein Spielzeug.

Reisen mit dem Auto

Wenn Sie Ihr Haustier bisher nur für Tierarztbesuche im Auto mitgenommen haben, sollten Sie daran vielleicht etwas ändern. Zum Beispiel, indem Sie Ihr Haustier auf kurze Fahrten mitnehmen, um in den örtlichen Park zu gehen oder Erledigungen zu machen. Diese Tipps zur Gewöhnung tragen vor allem in Verbindung mit Snacks dazu bei, dass Autofahrten eher mit Spaß als mit Angst assoziiert werden.

Ideal wäre es, wenn am Tag Ihrer Abreise eine zweite Person bei Ihnen im Auto mitfahren könnte. Dadurch können Sie sich ganz auf den Verkehr konzentrieren, während sich die andere Person darum kümmert, dass Ihr pelziger Freund ruhig bleibt. Wenn Sie allerdings nur alleine reisen können, gibt es natürliche Produkte zur Beruhigung, die Sie verwenden können, damit Ihr Haustier weniger angespannt ist. Zu den sichersten und verlässlichsten Optionen gehören Adaptil (für Hunde) und Feliway (für Katzen). Beide Produkte enthalten Pheromone, die bei der Freisetzung die natürlichen, beruhigenden Hormone nachahmen, die Haustiere entspannter werden lassen. Für Haustiere, die sehr ängstlich sind, oder zur zusätzlichen Unterstützung empfehlen wir, eine Pheromonbehandlung mit Zylkene zu kombinieren, einem natürlichen Nahrungsergänzungsmittel, das sich unter das Futter mischen lässt und sowohl zur kurzfristigen als auch langfristigen Anwendung geeignet ist. Beginnen Sie 1–2 Tage vor der Reise mit dem Verabreichen.

Haustiere sollten auf dem Autorücksitz in einer Tragetasche reisen, die am Sitz fixiert wurde. Was Sie auf jeden Fall vermeiden sollten, ist, dass die Tragetasche umher rutscht und Ihr Haustier dadurch noch nervöser wird! Wenn Sie sich auf eine längere Reise begeben, sollten Sie häufig Pausen einlegen, damit Ihr Haustier seine Beine ausstrecken und sein Geschäft erledigen kann.

Zudem sollten Sie Ihre Katze oder Ihren Hund niemals allein in einem geparkten Auto lassen. Dies ist aus verschiedenen Gründen gefährlich: von Diebstahl bis hin zu hitzebedingtem Stress.

Zugreisen

Die meisten Eisenbahnverkehrsunternehmen, zu denen wir in Europa recherchiert haben, lassen kostenlos bis zu zwei kleine Haustiere zu (ein kleines Haustier wiegt 6 kg oder weniger). Die Haustiere müssen in einer Tragetasche auf Ihrem Schoß oder zu Ihren Füßen reisen.

Größere Haustiere sind normalerweise ebenfalls erlaubt, wobei Sie hierfür möglicherweise einekleine Gebühr bezahlen müssen (Blindenhunde reisen allerdings kostenlos). Außerdem muss Ihr Haustier während der Reise möglicherweise eine Leine oder einen Maulkorb tragen.

In Eurostar-Zügen sind nur registrierte Blinden- und Assistenzhunde erlaubt, wofür sich Besitzer vor der Reise um Buchungen und Dokumente kümmern müssen.

Flugreisen

Hierüber könnte man einen ganzen Artikel schreiben! Unser wichtigster Ratschlag wäre aber: Falls nicht unbedingt notwendig, sollten Sie alle anderen Möglichkeiten in Erwägung ziehen, bevor Sie Ihr Haustier in den Flieger mitnehmen. Obwohl einige Fluggesellschaften Katzen oder kleine Hunde in der Kabine erlauben, haben Unternehmen unterschiedliche Richtlinien, beispielsweise in Bezug auf die Art der erlaubten Tragetaschen oder die Anzahl der Tiere, die zusammen in der Kabine reisen dürfen, was den Entscheidungsprozess für einen Betreiber kompliziert machen kann.

Große Haustiere müssen im Frachtraum reisen, was aufgrund des Lärms, der schlechten Belüftung, der Temperaturwechsel und manchmal auch der groben Behandlung ihrer Tragetaschen für viele Tiere ein traumatisches Erlebnis ist. Die Gründe, aus denen Sie Flugreisen mit Ihrem Haustier vermeiden sollten, liegen also auf der Hand! Grundsätzlich gelten diese jedoch als sicher. Wenn Sie also keine andere Wahl haben, würden wir Ihnen raten, sich eingehend über das Thema zu informieren und die Regeln verschiedener Fluggesellschaften zu überprüfen.