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Neujahrsvorsatzreihe 3: Die Zähne Ihres Haustieres schützen

Wussten Sie, dass Zahnerkrankungen zu den häufigsten Erkrankungen gehören, die in Tierarztpraxen behandelt werden? Es überrascht nicht, dass es genauso wichtig ist, auf die Zähne Ihres Haustiers zu achten wie auf Ihre eigenen.

Deswegen trägt regelmäßiges Zähneputzen bei Ihrer Katze oder Ihrem Hund dazu bei, dass ihr bzw. sein Maul sauber und gesund bleibt. Aber keine Sorge, wenn sich das unrealistisch anhört. Wir haben einige tolle Tipps für Sie.

Worum handelt es sich also bei Zahnerkrankungen?

Es beginnt alles mit Zahnbelag: Einem klebrigen, bakterienhaltigen Film, der sich nach jeder Mahlzeit auf den Zähnen Ihres Haustiers bildet. Wenn Zahnbelag nicht regelmäßig entfernt wird, wird dieser mit der Zeit hart und bildet eine braune oder gelbe Schicht auf den Zähnen, die Zahnstein genannt wird. Zahnstein bietet den perfekten Nährboden für Bakterien, was zu Zahnfleischentzündungen führen kann. Diese werden als Gingivitis bezeichnet und können, wenn sie unbehandelt bleiben, zu einer ernsten Erkrankung führen: Parodontitis.

Bei Parodontitis wird das Zahnfleisch infiziert, was zu Zahnverlust führen kann. In schweren Fällen können die Bakterien über den Blutkreislauf in den Körper gelangen und Organschäden verursachen. Gingivitis und Parodontitis im Frühstadium können bei rechtzeitiger Erkennung umkehrbar sein, was eine professionelle Reinigung und kontinuierliche Pflege zuhause erfordert. Vorsicht ist aber in jedem Fall besser als Nachsicht!

Durch ihre Ernährung aus rohem Fleisch und Knochen verfügen wilde Fleischfresser über einen natürlichen Schutz gegen Zahnverfall. Aber das handelsübliche Futter, das wir unseren Haustieren geben, kann zu schnellerem Bakterienwachstum im Maul beitragen.

Häufige Zeichen von Zahnproblemen

  • Schlechter Atem (normalerweise das erste Zeichen von Zahnerkrankungen)
  • Zahnstein und/oder gerötetes Zahnfleisch
  • Gelbe oder braune Zähne
  • Übermäßiger Speichelfluss
  • Schmerzen beim Fressen
  • Appetitverlust

Warum sollte ich meinem Haustier die Zähne putzen?

Ihrem Haustier mindestens dreimal pro Woche die Zähne zu putzen, ist der beste Weg, schädliche Bakterien zu entfernen. Wir wissen aber, dass das nicht immer die beste Option ist. Insbesondere Katzen werden sich zur Wehr setzen, sobald sich eine Zahnbürste ihrem Maul nährt. Die gute Nachricht ist, dass eine Zahnpflege-Routine auch ohne blutige Auseinandersetzungen möglich ist.

Ideal ist es, mit dem Zähneputzen zu beginnen, wenn Ihr Haustier noch klein ist. Es ist aber nie zu spät, denn auch ältere Haustiere gewöhnen sich schnell an regelmäßiges Putzen.

Wie kann ich damit beginnen?

  • Gewöhnen Sie Ihr Haustier zunächst an etwas Haustierzahnpasta als Snack. Diese kann auf eine Pfote gegeben oder direkt verabreicht werden.
  • Probieren Sie es mit langsamem Zähneputzen, damit sich Ihr Haustier daran gewöhnt, dass Sie seine Zähne berühren. Beginnen Sie damit, die Zähne und das Zahnfleisch lediglich mit einem Tuch zu berühren, und wechseln Sie allmählich zu einer Fingerzahnbürste, mit der Sie den Bereich sanft putzen.
  • Wenn Ihr Haustier sich ganz an die Fingerzahnbürste gewöhnt hat, können Sie zu einer Haustierzahnbürste übergehen. Durch den längeren Griff können Sie alle Bereiche im Maul erreichen.
  • Verwenden Sie eine für Haustiere geeignete Zahnbürste und Zahnpasta. Haustierzahnpasta wird speziell für Tiere hergestellt und das Verschlucken ist ungefährlich.
  • Ziehen Sie in Erwägung, eine Behandlung zur Zahnsteinbekämpfung zu integrieren (siehe unsere unten stehenden Empfehlungen).

Empfohlene Produkte

Zusätzlich zum Zähneputzen bei Ihrem Haustier (oder wenn das Zähneputzen einfach nicht möglich ist) gibt es verschiedene Produkte zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen bei Haustieren. Diese kann man dem Trinkwasser beifügen (wie Vet Aquadent), auf das Futter geben (wie Plaque Off) oder als Zahnpasta verwenden (wie Logic Oral Hygiene Gel).

Ihrem Hund täglich einen Kausnack zu geben, ist eine tolle Möglichkeit, Zahnstein zu entfernen und einer Neubildung vorzubeugen. Zu den Favoriten unserer Hunde gehört Logic Orozyme. Aber denken Sie daran, nicht zu überfüttern, denn einige Kausnacks können kalorienreich sein.

Regelmäßige jährliche Untersuchungen beim Tierarzt sind ebenfalls wichtig, da Ihr Tierarzt über das Maul Ihres Haustiers auf dessen allgemeine Gesundheit schließen kann. Gelegentlich wird Ihr Tierarzt möglicherweise eine Zahnreinigung empfehlen. Zahnbehandlungen können ziemlich teuer werden und oftmals ist bei Haustieren eine Vollnarkose nötig. Daher könnte eine gute Zahnpflege-Routine ausschlaggebend dafür sein, dass Ihrem Haustier Komplikationen und Leid erspart werden.